Aktuelles - Abschluss V/Faktor: Vereinbarkeit als Standortfaktor
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Aktuelles - Abschluss V/Faktor: Vereinbarkeit als Standortfaktor

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Der V/Faktor entwickelte gemeinsam mit Unternehmen und Regionen in den letzten zwei Jahren innovative Lösungen zu Vereinbarkeit und unterstützte mit einem Team aus erfahrenen Expertinnen und Experten bei der Umsetzung. 

In den drei Pilotregionen Waldviertel, Oststeiermark und Obersteiermark West mit Leoben wurden zahlreiche neue Schritte gesetzt und Veränderungen in Gang gebracht, um gleichstellungsorientierte Vereinbarkeit lebbar zu machen. Gemeinsam mit regionalen KooperationspartnerInnen arbeiteten ABZ*AUSTRIA – Kompetent für Frauen und Wirtschaft, BAB Unternehmensberatung GmbH und ÖAR GmbH an Lösungen und Ansätzen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben sowie zu mehr Gleichstellung von Frauen und Männern. Das Projekt wurde aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds und vom Bundesministerium Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz finanziert und war daher für die Gemeinden und Unternehmen kostenfrei. Als Kooperationsprojekt konnte der V/Faktor auf vielfältige Expertise im Bereich Gleichstellung, Arbeitsmarkt, Organisations- und Personalentwicklung sowie regionale Regionalentwicklung zurückgreifen. Diese Kombination ermöglichte ein breites Spektrum an professionellen und nachhaltigen Beratungsleistungen und Maßnahmen.

In Zusammenarbeit mit der ROW Regionalmanagement Obersteiermark West GmbH und der Regionalmanagement Obersteiermark Ost GmbH wurden in der Region Obersteiermark West mit Leoben in dem Zeitraum zwischen Dezember 2018 bis Juni 2019 195 Betriebe kontaktiert und auf die Themen Vereinbarkeit und Gleichstellung angesprochen. Mit 110 wurden Erstgespräche geführt und mit 55 Unternehmen Bedarfserhebungen gemacht, um unternehmens- und regionsspezifische Vereinbarkeitslösungen entwickeln zu können. Anschließend wurden insgesamt 40 Unternehmen hinsichtlich Maßnahmen zur Förderung von Vereinbarkeit und Gleichstellung beraten und in ihren Veränderungsprozessen begleitet. Die Beratungsthemen weisen eine große Heterogenität auf und reichen von Risikoanalysen, Entwicklung von Kooperationen im Bereich der Ferienbetreuung von Kindern, zu Führungskräftetrainings, Employer Branding, Onboardingprozesse und Prozessanalysen. Regionsspezifische Unterschiede konnten nicht festgestellt werden, jedoch variierten die Bedarfe an Beratungsinhalten je nach den Faktoren wie Unternehmensgröße, Branche und Unternehmenskultur. Auf einer regionalen Ebene konnten häufig unzureichende Kinderbetreuung, stereotype Rollenbilder und unzureichende Mobilitätskonzepte als Gemeinsamkeiten zwischen den Pilotregionen festgestellt werden. Spezifische Themen für die Region Obersteiermark West mit Leoben waren darüber hinaus die Stärkung von Unternehmerinnen, Vereinbarkeit als Standortfaktor, Digitalisierung von Bildungsangeboten, die Etablierung und Intensivierung von regionalen Netzwerken. Die Zusammenarbeit mit Gemeinden gelang in vier Fällen (Sommerkindergarten in Pöls-Oberkurzheim als Kooperation mit der Zellstoff Pöls AG, KiSo in der Kleinregion Scheifling-Niederwölz-Teufenbach/Katsch in Kooperation mit regionalen UnternehmerInnen).

Auf diesen Erfahrungen aufbauend kann festgehalten werden, dass nachhaltige Maßnahmen an die individuellen Bedarfe der Unternehmen und Regionen angepasst werden müssen. Darüber hinaus kann Nachhaltigkeit sehr viel besser gewährleistet werden, wenn organisationsübergreifende und regionale Kooperationen etabliert werden. Die Umsetzung von Vereinbarkeit und Gleichstellung in Unternehmen erfordert statt punktueller Anwendung eine Gesamtstrategie, die im Top-down-Prozess umgesetzt wird. Der V/Faktor sieht die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben als ein wichtiges gesellschaftspolitisches, aber auch wirtschaftliches Anliegen. Nur wenn grundlegende vereinbarkeitsfreundliche Strukturen und flexiblere Rahmenbedingungen existieren, ist gewährleistet, dass in Folge der verbesserten Vereinbarkeit auch die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt unterstützt wird. Darüber hinaus ist Vereinbarkeit eine Antwort auf den Fachkräftemangel, erhöht die Attraktivität von ArbeitergeberInnen und bietet eine Lösung auf die Abwanderung aus ländlichen Regionen beziehungsweise eine Möglichkeit, um junge Generationen und Familien für die Regionen zu gewinnen.

Deshalb freut es uns umso mehr, dass wir in den anderthalb Jahren mehr als 1.100 Personen in der Unternehmensarbeit und –beratung sowie bei Veranstaltungen und regionalen Vernetzungsterminen erreichen konnten.

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