Aktuelles - After Business Meeting 2018: Ein neuer Trend – Land ohne FacharbeiterInnen
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Aktuelles - After Business Meeting 2018: Ein neuer Trend – Land ohne FacharbeiterInnen

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Im Schuljahr 2016/2017 entschieden sich ungefähr zwei Drittel der jungen Menschen in der Steiermark für eine AHS bzw. BHS oder eine berufsbildende mittlere Schule. Darüber hinaus ergaben Untersuchungen, dass viele Jugendliche am Ende der vierten Klasse der NMS weiterführende Schulen besuchen werden. Trotz der Vielzahl an Angeboten in der Berufsorientierung dürften nur sehr wenige eine Wirkung hinsichtlich Zukunftsentscheidungen haben. Doch wer sind die wirklichen "Player", die hier Einfluss auf die Jugendlichen nehmen können und welche Berufsorientierungs-Maßnahmen sind am zielführendsten? Eine Antworte dazu lieferte Univ. Doz. Mag. Dr. Herbert Schwetz im Rahmen des After Business Meetings.

Dr. Schwetz zeigte auf, dass es zwischen den genutzten Angeboten zur Berufsorientierung und der Rate der Unentschlossenen keinen Zusammenhang gibt. Auch diesbezüglich liegt ein sehr heterogenes standortspezifisches Befundbild vor. Die Nachverfolgung der Unentschlossenen ergab, dass viele Jugendliche am Ende der vierten Klasse der NMS weiterführende Schulen besuchen werden.

Über authentische Begegnungen im Sinne von berufspraktischen Tagen berichten die Jugendlichen, dass diese die Zukunftsentscheidung beeinflusst haben. Die Vielzahl der Angebote im Bereich der Berufsorientierung kann manchmal als „mehr desselben“ bezeichnet werden. Nur ganz wenige Angebote dürften eine Wirkung auf die Zukunftsentscheidung haben, erläutert Prof. Schwetz weiter. Als wirkliche „Player“ bezüglich der Zukunftsentscheidungen können die unmittelbare Umgebung des Jugendlichen (Eltern etc.) und der Jugendliche selbst bezeichnet werden.

Aus den vorliegenden Befunden kann nicht geschlossen werden, dass die BO keine Wirkung hat. Viele der angebotenen Maßnahmen dürften nur auf bestimmte Gruppen von Schülerinnen und Schülern wirken. Über die Wirkung der BO-Maßnahmen auf die Unentschlossenen und auf die „Schulprobierer“ (das sind diejenigen, die aus Gründen der Unentschlossenheit eine weiterführende Schule besuchen) ist noch zu wenig bekannt.

Im Zuge des After Business Meetings erklärte Univ.-Prof. Dr. Herbert Schwetz die Entwicklungen, dass es der Berufsorientierung generell an einer breiten Datenbasis für die Wirkungen diverser Maßnahmen fehlt. Denn der Schule wird im Rahmen der BO die Aufgabe „zugedacht“, mit verschiedenen Maßnahmen zu informieren, eventuell nach dem Stand der individuellen Fertigkeiten und Fähigkeiten des Jugendlichen zu beraten und zu steuern. Die Übermittlung von Wissen steht im Vordergrund. Es konnte gezeigt werden, dass dies am besten mit den Realbegegnungen möglich ist. Die vielen anderen Maßnahmen werden kaum oder nicht von den Jugendlichen genannt, dass sie einen Einfluss auf die Zukunftsentscheidung gehabt hätten.

Viele dieser Ansatzpunkte sorgten für rege Diskussionen beim anschließenden gemeinsamen Netzwerken.

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